… Und es geht weiter!

Langsam aber sicher sehen wir Land beim Aufarbeiten der Allgäu-Orient-Rallye 2015. Noch sind nicht alle Fotos sortiert und auch die 5 Terabyte(!) Videomaterial sind noch nicht vollständig gesichtet, aber es wird Zeit sich wieder dem eigentlichen Vereinszweck zuzuwenden.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns am 31.10.2015 an einer Aktion von Volkswagen Ehrenamt beteiligt. Die Ballsporthalle Mörse wurde von insgesamt ca. 60 tatkräftigen Helfern in eine Flüchtlingsunterkunft umgewandelt. Da durften die Löwen mit Herz natürlich nicht fehlen.
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Sechs Stunden lange wurden 150 Schlafplätze in 4er-Parzellen zusammengebaut. Die Parzellen sind mit angehängten Bauzäunen abgetrennt und bieten so zumindest ein Minimum an Privatsphäre.
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Für belegte Brötchen, Kaffee und kalte Getränke hatte der Veranstalter gesorgt und so ging die Arbeit bei guter Stimmung flüssig von der Hand.
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Am 03.11. sind die ersten Gäste angekommen. Herzlich willkommen!!

Es ist vollbracht!

29. Mai 2015 – Heute stand kein Pflichtprogramm an. Wir hätten an einer Kreuzfahrt auf dem Toten Meer teilnehmen können, wozu sich bei den Temperaturen aber niemand so recht aufraffen konnten. So genoss ein Teil des Teams Hotelpool und Blick über das Tote Meer, während der anderen Teil den Tag nutzte, um weitere Eindrücke von Amman zu sammeln.

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Auf dieser letzten Tour erwartete uns noch eine letzte Panne. Corinna schien der Abschied ebenso schwer zu fallen, wie uns. Sie weinte bittere Kühlwassertränen, so dass wir noch ein letztes Mal versuchten zu retten, was zu retten war.

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Am Abend stand dann die Closing Ceremony an. Der Kronpinz konnte leider nicht persönlich anwesend sein, da er beim FIFA-Kongress die Kandidatur seines Onkels gegen Sepp Blatter unterstützte. Trotzdem genossen wir die Feierlichkeiten, freuten uns über den hervorragenden 4. Platz und ließen die Geschehnisse Revue passieren.

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Morgen geht es dann zurück nach Deutschland. Auch wenn wir etwas Respekt vor dem bevorstehenden Kulturschock, insbesondere was Straßenverkehr und Köperhygiene angeht, haben, freuen wir uns sehr darauf, euch alle wiederzusehen.

Vielen Dank, dass ihr unser Abenteur mitverfolgt habt, für eure Kommentare, aufmunternden Nachrichten und euer Im-Herzen-Dabei-Sein. Wir werden in den nächsten Wochen (wenn das man reicht!) das Film- und Fotomaterial aufarbeiten und hier veröffentlichen. Also bleibt dran, freut euch drauf, bis ganz bald und nochmal VIELEN DANK!

Eure

Löwen mit Herz

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Die letzten Prüfungen

28. Mai 2015 – Unser Tag begann mit der Erfüllung der letzten Aufgaben des Roadbooks. Am Museum für Kinder gaben wir den mitgebrachten (naja, auf der Reise eingesammelt ist auch mitgebracht) Stein für die Wishwall ab. Die Plakette mit Gandhi-Zitat hatten wir tatsächlich noch in Deutschland fertigen lassen. So wird nun hoffentlich für alle Ewigkeit unser bei Mahatma entliehener Spruch Teil dieser Wishwall der Teams der Allgäu-Orient-Rallye sein.

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Außerdem übergaben wir den am Start erhaltenen Schulranzen, inzwischen gefüllt mit allerlei Spielsachen und einem arabischen(!) Brief an ein jordanisches Schulkind. Im Brief steht auch unsere Adresse und wir hoffen sehr, eine Antwort von ihr zu erhalten.

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Danach ging es weiter zu unserem wirklich finalen Zielpunkt. Die letzten beiden Nächte dürfen wir im – nach unseren neuen Maßstäben schon überbordenden – Luxus des Crowne Plaza Resort & Spa am Toten Meer verbringen. Beim Einchecken griffen wir zum ersten Mal auf dieser Reise auf „Gastgeschenke zur Motivationssteigerung“ zurück. Wir waren einfach zu faul, die Autos auf dem äußeren Parkplatz, statt direkt vor dem Hotel abzustellen. Und das verbleibende Bier im Auto verdunsten zu lassen, wäre auch Verschwendung gewesen.

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Der Abend endete nach der Abgabe des Roadbooks in absoluter Gänsehaut-Stimmung. Gemeinsam mit den Freeridern machten wir Feuer am Strand, verbrannten unsere Bettkonstruktionen in fast schon zapfenstreichartiger Andacht, lagen uns in den Armen und feierten ein gelungenes Abschlussfest.

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Auch wenn morgen noch die offizielle Closing Ceremony mit Siegerehrung ansteht, diese kleine Feier im „familiären Kreis“ wird uns sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.

Die jordanische Wüste

27. Mai 2015 – Als wir heute morgen im Wüstencamp aufwachten, waren wir etwas erstaunt. Das Camp war über Nacht von der jordansichen Armee umstellt worden. Soldaten und gepanzerte Fahrzeuge bilden etwa 200 Meter außerhalb des Camps einen Schutzring – warum war uns zunächst nicht klar. Später erfuhren wir, dass der Kronprinz wohl anwesend war und vermuten, die Sicherheitsvorkehrungen rührten daher.

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Bei den Vorbereitungen zum Start in die Wüste erfuhren wir noch mehr über den Kronprinzen: Er scheint auf Audis, oder grüne Autos, oder vielleicht Löwen zu stehen. Jedenfalls wurden wir an den anderen Teams vorbei nach vorne gelotst und sollten vorab starten, weil „der Prinz den Start sehen will“. Wir haben den Prinzen zwar nicht gesehen, aber er hatte hoffentlich seinen Spaß.

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Den hatten wir in der Wüste auf jeden Fall. Die Bilder sprechen hoffenlich für sich.    IMG_2908.JPG IMG_2902.JPG IMG_2918.JPG

Nach der Wüstenetappe ging es nach Amman, wo wir eigentlich die German Jordanian University (GJU) besuchen sollten. Im Stadtverkehr hängten wir uns jedoch ans falsche Team. Das Jordan National Team – die kennen sich hier aus, da fahren wir hinterher – fuhren zum Empfang bei ihrem Hauptsponsor Royal Jordanien Airlines. Dort wurden auch wir mit Applaus empfangen und herzlich eingeladen, an den Feierlichkeiten teilzunehmen.

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Anschließend ging es weiter zum von Königin Rania gebauten Museum für Kinder in Amman. Auf dem dortigen Parkplatz schlugen wir unser Nachtlager auf und genossen den Abend beim Fußball-Freundschaftsspiel der GJU-Mannschaft gegen das Team der Allgäu-Orient-Rallye und Musik der Königlich Jordanischen Marschkapelle – glauben wir.

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Über den Jordan

26. Mai 2015 – Der Tag begann mit einem erneuten Baderlebnis. Diesmal bei Sonnenschein, so dass wir das klassische Foto vom Zeitunglesen im Toten Meer nachliefern können.

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Danach ging es aus Palästina nach Israel und dann weiter Richtung Jordanien. Zwischendurch machten wir einen kurzen Abstecher nach Jericho und füllten dort unsere Vorräte und Tanks auf.
An der jordanischen Grenzen hieß es erneut Warten.

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Das System, nach denen die Jordanier Einfuhrgenehmigungen für die Autos verteilten, erschien zunächst sinnvoll: Es wurde eine Nummer auf das Auo geklebt und wir mussten Kopien aller benötigten Dokumente in einen ebenfalls nummerierten Umschlag geben. Danach hieß es wieder warten.

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Irgendetwas scheint dann aber schief gelaufen zu sein. Nach einigen Stunden bekamen wir zwar Einfuhrgenehmigungen, die darauf vermerkten Nummern stimmten aber genauso wenig mit denen, die zuvor auf unsere Autos geklebt wurden überein, wie die vermerkten Nummernschilder. Egal, zweihundert Meter weiter interessierte die Grenzer auch nur, dass wir die Zettel hatten, was darauf stand war wohl nicht so wichtig.

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In Jordanien angekommen, fuhren wir Richtung Osten in die Wüste, wo wir unser Nachtlager aufschlugen.

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Wir sind unglaublich froh und stolz, das wir und alle drei Autos heile im Zielland angekommen sind und freuen uns jetzt auf die Bonustage in der Wüste.

Im Heiligen Land

25. Mai 2015 – Endlich! Wir haben unsere Mädels wieder. Um 8:00 ging es für das halbe Team zum Hafen, um Cori, Dani und Eve in Empfang zu nehmen.

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Die andere Hälfte kümmerte sich um Organisatorisches: Einkaufen, Roadbook bearbeiten, Blogeinträge schreiben.

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Um 11:00 verließen wir Haifa Richtung Jerusalem und Bethlehem.
Dort angekommen erwartete uns neben zwei Roadbook-Aufgaben und einer kurzen Ansprache auch ein wenig Sight Seeing: Geburtskirche in Bethlehem sowie Grabeskirche und Klagemauer in Jerusalem. Die Atmosphäre ist auf Fotos natürlich kaum einzufangen, also glaubt uns einfach, wir waren wirklich beeindruckt.

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Weiter gingen es dann ans Tote Meer. Auch wenn wir erst nach Einbruch der Dunkelheit ankamen, wollten wir unbedingt noch baden. Wir hatten nicht erwartet, dass der Effekt des hohen Salzgehalts tatsächlich so stark sein würde. Unglaublich!!! Fotos haben wir im Dunkeln nicht gemacht, gehen aber morgen sicher noch mal schwimmen und reichen dann Bilder nach. Abendessen und gemütliches beisammen sein auf dem Camp Ground rundeten den Tag ab.

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Morgen geht es dann ins Zielland Jordanien. Wir sind sehr gespannt.

Auf nach Israel

24. Mai 2015 – Wie erwähnt endete unsere Nacht heute um 5:00 Uhr. Die Autos mussten auf die Fähre verladen werden.

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Von da an bestand der Tag hauptsächlich aus warten: Warten, dasss die Autos verladen sind, warten, dass der Shuttlebus zum Bahnhof kommt, am Check-in warten und schließlich in Tel Aviv auf den Shuttlebus nach Haifa warten.

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Einen Großteil der Wartezeit konnten wir höchst sinnvoll nutzen:

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Schlussendlich sind wir aber gut in Israel und unserem heutigen Nachtlager, einem kleinen Guest House in Haifa angekommen und konnten sogar Christophs Geburtstag ein wenig feiern.

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Morgen werden wir zunächst – genau – warten, dass die Fähre mit den Autos in Haifa ankommt. Danach geht es dann über Jerusalem und Bethlehem ans Tote Meer.

Überfühungsetappe nach Mersin

23. Mai 2015 – Heute lagen ca. 750 km Überführungsfahrt von Dalyan nach Mersin und damit die Überschreitung der psychologisch wichtigen 5.000 km-Marke vor uns. Um sicherzugehen, dass wir die Fähre nach Israel bis Verladeschluss um 24:00 Uhr erreichen, starteten wir pünktlich um 7:00 Uhr in Dalyan. Über Antalya und Alanya ging es durch wunderschöne Panoramen. Küsten- und Bergstraßen wechselten sich regelmäßig ab, sodass wir hoffentlich spannende Filmaufnahmen in den Kameras haben.

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Unterwegs wurden wir zum ersten Mal von der Polizei kontrolliert. Auch wenn wir lediglich unsere Pässe vorzeigen mussten, können wir nun auch an diese Erfahrung einen Haken machen.
In Mersin angekommen, fanden wir den Hafen relativ schnell und reihten uns mit den anderen Teams in die Warteschlange ein.

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Wir waren davon ausgegangen, dass sich die Verladung der Autos verzögern würde und hatten unser Hotel vorsorglich storniert. Und tatsächlich warteten wir bis weit nach Mitternacht, bevor wir beschlossen, doch noch ein paar Stunden zu schlafen – tatsächlich begann das Verladen um 5:00 Uhr.

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Die Zeit konnten wir uns problemlos vertreiben und feierten quasi am Zollschalter in Christoph’s Geburtstag. Zwischen all den Wartenden waren wir die Feiernden und stießen bei ausgezeichneten Ravioli auf Christophs Wohl an.

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Jetzt sind wir also auf dem Weg nach Israel. Wir möchten uns bei allen Menschen, die wir in der Türkei getroffen haben und ganz besonders dem Rallye-Veranstalter für zehn unvergessliche Tage bedanken.
Noch eine Anmerkung für die nächsten Tage: Wir haben noch keine Ahnung, wie unsere Internetanbindung in Israel und Jordanien sein wird. Wir schreiben, filmen und fotografieren weiter, es kann aber sein, dass es etwas dauert, bis wir alles hochladen können.

Ruhetag

22. Mai 2015 – Der heutige Tag war sicherlich einer der entspanntesten auf unserer Reise. Den Vormittag nutzten wir, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten. Blogeinträge hochladen, Fotos für das Roadbook drucken, Sonnenschutz für die Wüste in Jordanien optimieren, etc.
Nach einem kleinen Mittagssnack erwartete uns ein ganz besonderes Highlight: Mit dem Boot ging es von Dalyan an die Küste.

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Dort sollten wir laut Roadbook den Strand von Müll befreien, was wir auch taten.

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Plastikreste und anderer Abfall waren jedoch rar gesäht, so dass wir relativ schnell zum spaßigen Teil übergehen mussten. Wir verbrachten einen traumhaften Nachmittag in bester Freerider-Gesellschaft am Strand. Baden, sonnen und nach Schildkröten Ausschau halten. Die beeindruckende Größe der hiesigen Exemplare konnten wir auf dem Foto nicht wirklich einfangen.

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Zurück im Fahrerlager füllten wir unsere Vorräte auf und genossen zur Abwechslung Selbstgegrilltes. Anschließend schauten wir auf der vom Veranstalter organisierten Party vorbei. Da wir morgen einen relativ langen Ritt nach Mersin vor uns haben und pünktlich dort sein müssen, um unsere Mädels auf die Fähre zu verladen, blieb es bei einem kurzen Partybesuch. Aber wir kommen dem Ziel unaufhaltsam näher:

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Ein Tag zum Meer

21. Mai 2015 –  Viel ist heute nicht passiert. Kurz nach dem Etappenstart gaben wir die Schuhe, die wir am Start bekommen hatten, ab. Das war natürlich mit ein wenig Wartezeit verbunden.

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Drei vollständige Paare haben wir auf dem Weg zusammen bekommen, die restlichen Einzelschuhe müssen jetzt vom Veranstalter sortiert werden – viel Spaß! In Denizli nahmen wir in einem kleinen Straßencafe unser Mittagessen ein.
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Die weitere Route nach Dalyan nutzten wir, um die Gemütslage unserer drei besonderen Teammitglieder zu dokumentieren. Alle drei sind bester Dinge und halten uns bei Laune. Vielen Dank an die fleißigen Handarbeiterinnen.
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Einen weiteren Stopp mussten wir ungeplant einlegen, weil Christoph etwas übermotiviert eine Pylone umgefahren hatte. Auto und Pylone sind heil geblieben, die Videodokumentation folgt.
In Dalyan campen wir zwischen Bergen und Wasser und der touristisch geprägte Ort bietet eine große Anzahl an Restaurants. Wir haben uns für Steak entschieden.

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Morgen haben wir einen relativ freien Tag und werden die Seele etwas baumeln lassen. Am Nachmittag wartet noch eine Roadbook-Aufgabe auf uns, bei der uns im Erfolgsfall eine ausgelassene Party winkt.